Gastvorträge

Michail Prischwin „Der Irdische Kelch“ - Lesung mit der bekannten Übersetzerin Eveline Passet

Moderation: Ute Marggraff und Thekla Musäus

„Ein Glück, die Bücher sind heilgeblieben“ auf diese Weise kommentiert der in die mittelrussische Provinz abkommandierte Lehrer aus Michail Prischwins „Irdischem Kelch“ die Verwahrlosung des Gutshauses in den Wirren nach 1917.
Der dem Autor nahestehende Lehrer ist hin- und hergerissen zwischen der Hoffnung auf Neues und der Angst, den vom Leben gefüllten bitteren Kelch mit all seinen Grausamkeiten bis zum letzten Tropfen auskosten zu müssen. Hunger, Not und Elend sowie Grausamkeiten von Menschen, die ihre animalischen Triebe ausleben, verunsichern und wecken Zweifel an den humanen Zielen der Revolution.
Zwar flattern noch von Zeit zu Zeit zwei Pfauen durch Park und Buch, doch hat der Hausmeister des im Gutshaus eingerichteten Kinderheims den Paradiesvögeln Spülwasser über den Schwanz gegossen.
Russland gleicht einem Tollhaus und droht (ähnlich wie die eines Nachts von teuflischen Klängen erfüllte Kate aus einer dem unkenden Volk abgeschauten Legende) im Erdboden zu versinken.

Eveline Passet hat den politisch brisanten Text mit hohem Unterhaltungswert ins Deutsche übertragen und so Michail Prischwin, einem Zeitgenossen von Bulgakov und Pasternak, der um 1900 in Leipzig und Paris studierte, eine unüberhörbare Stimme verliehen. Die mehrfach preisgekrönte Übersetzerin wird aus ihrer Übersetzung lesen sowie von ihrer Arbeit berichten.
Moderation: Thekla Musäus (Institut für Fennistik und Skandinavistik) und Ute Marggraff (Institut für Slawistik).

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut für Slawistik in der Reihe 100 Jahre Oktoberrevolution des Koeppenhauses Greifswald

Interessenten sind herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!   

Literatur im Koeppenhaus /  Literaturzentrum Vorpommern | 26.10.2017 | 20:00

 


Frauen in der Literatur und Ivana Trump

Lesung und Gespräch mit der tschechischen Autorin Radka Denemarková und dem Bürgerrechtler Wolfram Tschiche

2010 trafen in einem Prager Theater in dem Stück "Schlafstörungen" in einer fiktiven Zwischenwelt zum ersten Mal die Schriftstellerinnen Virginia Woolf und Sylvia Plath zusammen. Dort mussten sie sich miteinander und ihren Abhängigkeiten im Leben und im Nachleben und zu guter Letzt auch mit ihrer neuen Gefährtin Ivana Trump auseinandersetzen.
Studierende lesen Auszüge aus einer selbst verfassten Übersetzung.
Anhand dieser Texte sollen im Gespräch mit der Autorin Radka Denemarková Probleme der Stellung von schreibenden Frauen in unterschiedlichen Gesellschaften und zu unterschiedlichen Zeiten - vielleicht auch stellvertretend für viele andere Berufe -  diskutiert werden.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Jahresprojekts mit dem Thema  "Die Oktoberrevolution und die weltpolitischen Folgen" statt und wird von der LpB/ MV und der Evangelischen Akademie der Nordkirche (Büro Rostock)  gefördert  und getragen.

Ort und Zeit: 21. Juni 2017, 17.15 Uhr, Institut für Slawistik, Raum 20.
Moderation Raija Hauck

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Facing the Past - Reinterpreting the Past: Lviv's Multicultural Past in Contemporary Ukrainian Literature, Municipal Projects and Tourism Industry

 

Am Mittwoch, dem 27.04.2017 um 18 Uhr s.t.

 

findet in der Slawistik

im Raum 21 der Domstraße 9/10

 

ein Vortrag von Frau

 

Dr. Katarzyna Kotyńska

Institut für Slawistik, Polnische Akademie der Wissenschaften (Warschau)

 

zum Thema:

 Facing the Past - Reinterpreting the Past: Lviv's Multicultural Past in Contemporary Ukrainian Literature, Municipal Projects and Tourism Industry

 statt.

 

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt. Bei Bedarf kann eine Übersetzung ins Deutsche erfolgen.

 

Dr. Katarzyna Kotyńska - Ukrainistin, Literaturwissenschaftlerin, Mitarbeiterin am Institut für Slawistik der polnischen Akademie der Wissenschaften (Warschau), Übersetzerin der ukrainischen und bielorussischen Literatur. Autor des Buches "Lwów. O odczytywaniu miasta na nowo" (2015). Unterrichtet Übersetzung und ukrainische Literaturgeschichte.

О "сюжетоспособности" современной прозы

 

Am Dienstag, dem 18.10.2016 um 10 Uhr c.t.

 

findet im Audimax, SL III

 

ein Vortrag von Frau

 

Prof. Dr. Tamara A. Nikonova

 

Inhaberin des Lehrstuhls für russische Literatur des 20./21. Jh.

 

Universität Voronež

 

zum Thema:

 

О "сюжетоспособности" современной прозы

 

statt.

 

  Gäste sind herzlich willkommen!