Gastvorträge / Ausstellungen

LESUNG und GESPRÄCH mit der Schriftstellerin NATALKA SNIADANKO

Natalka Wolodymyriwna Sniadanko wurde 1973 in Lemberg geboren, wo sie heute lebt und arbeitet. Sie studierte an der Iwan-Franko-Universität in Lviv (Lemberg) und in Freiburg im Breisgau Slawistik und Romanistik. Ihr Debütroman „Sammlung der Leidenschaften“ erschien 2007 auf Deutsch. Sie übersetzt vom Deutschen und Polnischen ins Ukrainische und ist als Schriftstellerin, Übersetzerin, und Journalistin tätig. So liegen unter anderem Übersetzungen von Elfriede Jelinek, Günter Grass, Herta Müller und Judith Hermann aus dem Deutschen und von Czesław Miłosz und Zbigniew Herbert aus dem Polnischen vor. Im Frühjahr 2016 erschien bei Haymon ihr Roman "Frau Müller hat nicht die Absicht, mehr zu bezahlen" erstmals in deutscher Sprache.

Die Lesung ist verbunden mit einem Gesprächsangebot über das geistige und politische Erbe der osteuropäischen und DDR-Dissidenten. In diesem Zusammenhang wird sich Frau Sniadanko auf die oppositionellen Akteure und deren politische Bestrebungen während der „Orangenen Revolution“ (2004) und des „Euromaidan“ (2013/14) konzentrieren.

Die Veranstaltung ist im Rahmen einer Projektwoche zum Thema „Dreißig Jahre nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten – Was ist aus den politischen Anliegen der osteuropäischen und DDR-Dissidenten geworden?“ eine Kooperationsveranstaltung zwischen der Landezentrale für politische Bildung/ Mecklenburg Vorpommern, der Evangelischen Akademie der Nordkirche (Rostock) und dem Institut für Slawistik der Universität Greifswald.

Wolfram Tschiche, (Theologe, Philosoph, seit 1968 in der DDR-Opposition engagiert; Bismark OT Klinke) moderiert die Lesung und die anschließende Diskussion.

 

Wann: 15. November 2019, 11:00 Uhr

Wo: Ernst-Lohmeyer-Platz 3, R. 1.13

 

 

Zwischen Exerzierplatz und Sehnsucht nach der Heimat

Bild- und Textspuren sowjetischer Truppen 25 Jahre nach dem Abzug

Die Ausstellung zeigt Bild- und Textspuren sowjetischer Truppen, die Studierende als oft letzte Zeugnisse einer wechselvollen deutsch-russischen Geschichte in Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern aufgespürt und mit der Kamera festgehalten haben. 

 

Farbenfrohe Wandbilder, die heutigen Graffiti nicht unähnlich sind, entwarfen utopische Landschaften oder kündeten von Flug- und Kosmosbegeisterung. Sie waren Teil der offiziellen Propaganda und doch spricht aus ihnen die Sehnsucht nach einer anderen Welt. 

Die Ausstellung möchte symbolpolitisch aufgeladene Objekte in kulturelle Zusammenhänge einordnen sowie hinter den oft kreativen Verwandlungen offizieller Mythen individuelle Sorgen, aber auch Wünsche realer Menschen sichtbar machen.    

 

Dr. phil. Ute Marggraff & Studierende / Lehrstuhl für Slawische Literaturwissenschaft der 

Universität Greifswald in Zusammenarbeit mit dem Literaturzentrum Vorpommern –Koeppenhaus Greifswald  

Mit Unterstützung der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität Greifswald.

Vernissage: Mittwoch, 23.10.2019, 19:00 Uhr. Der  Eintritt ist frei. 

Ausstellung: 24.10.2019 bis 25.01.2020

Literaturzentrum Vorpommern – Koeppenhaus

Bahnhofstr. 4/5, 17489 Greifswald

Tel.: 03834 773510

www.koeppenhaus.de

Anmeldung geführter Rundgänge:

slawistuni-greifswaldde

Tel.: 03834 420 3230

 

 

Michail Prischwin „Der Irdische Kelch“ - Lesung mit der bekannten Übersetzerin Eveline Passet

Moderation: Ute Marggraff und Thekla Musäus

„Ein Glück, die Bücher sind heilgeblieben“ auf diese Weise kommentiert der in die mittelrussische Provinz abkommandierte Lehrer aus Michail Prischwins „Irdischem Kelch“ die Verwahrlosung des Gutshauses in den Wirren nach 1917.
Der dem Autor nahestehende Lehrer ist hin- und hergerissen zwischen der Hoffnung auf Neues und der Angst, den vom Leben gefüllten bitteren Kelch mit all seinen Grausamkeiten bis zum letzten Tropfen auskosten zu müssen. Hunger, Not und Elend sowie Grausamkeiten von Menschen, die ihre animalischen Triebe ausleben, verunsichern und wecken Zweifel an den humanen Zielen der Revolution.
Zwar flattern noch von Zeit zu Zeit zwei Pfauen durch Park und Buch, doch hat der Hausmeister des im Gutshaus eingerichteten Kinderheims den Paradiesvögeln Spülwasser über den Schwanz gegossen.
Russland gleicht einem Tollhaus und droht (ähnlich wie die eines Nachts von teuflischen Klängen erfüllte Kate aus einer dem unkenden Volk abgeschauten Legende) im Erdboden zu versinken.

Eveline Passet hat den politisch brisanten Text mit hohem Unterhaltungswert ins Deutsche übertragen und so Michail Prischwin, einem Zeitgenossen von Bulgakov und Pasternak, der um 1900 in Leipzig und Paris studierte, eine unüberhörbare Stimme verliehen. Die mehrfach preisgekrönte Übersetzerin wird aus ihrer Übersetzung lesen sowie von ihrer Arbeit berichten.
Moderation: Thekla Musäus (Institut für Fennistik und Skandinavistik) und Ute Marggraff (Institut für Slawistik).

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut für Slawistik in der Reihe 100 Jahre Oktoberrevolution des Koeppenhauses Greifswald

Interessenten sind herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!   

Literatur im Koeppenhaus /  Literaturzentrum Vorpommern | 26.10.2017 | 20:00

 


Frauen in der Literatur und Ivana Trump

Lesungund Gesprächmit der tschechischen AutorinRadka Denemarková und dem Bürgerrechtler Wolfram Tschiche

2010 trafen in einem Prager Theater in dem Stück "Schlafstörungen" in einer fiktiven Zwischenwelt zum ersten Mal die Schriftstellerinnen Virginia Woolf und Sylvia Plath zusammen. Dort mussten sie sich miteinander und ihren Abhängigkeiten im Leben und im Nachleben und zu guter Letzt auch mit ihrer neuen Gefährtin Ivana Trump auseinandersetzen.
Studierende lesen Auszüge aus einer selbst verfassten Übersetzung.
Anhand dieser Texte sollen im Gespräch mit der Autorin Radka Denemarková Probleme der Stellung von schreibenden Frauen in unterschiedlichen Gesellschaften und zu unterschiedlichen Zeiten - vielleicht auch stellvertretend für viele andere Berufe -  diskutiert werden.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Jahresprojekts mit dem Thema  "Die Oktoberrevolution und die weltpolitischen Folgen" statt und wird von der LpB/ MV und der Evangelischen Akademie der Nordkirche (Büro Rostock)  gefördert  und getragen.

Ort und Zeit: 21. Juni 2017, 17.15 Uhr, Institut für Slawistik, Raum 20.
Moderation Raija Hauck

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Facing the Past - Reinterpreting the Past: Lviv's Multicultural Past in Contemporary Ukrainian Literature, Municipal Projects and Tourism Industry

 

Am Mittwoch, dem 27.04.2017 um 18 Uhr s.t.

 

findet in der Slawistik

im Raum 21 der Domstraße 9/10

 

ein Vortrag von Frau

 

Dr. Katarzyna Kotyńska

Institut für Slawistik, Polnische Akademie der Wissenschaften (Warschau)

 

zum Thema:

 Facing the Past - Reinterpreting the Past: Lviv's Multicultural Past in Contemporary Ukrainian Literature, Municipal Projects and Tourism Industry

 statt.

 

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt. Bei Bedarf kann eine Übersetzung ins Deutsche erfolgen.

 

Dr. Katarzyna Kotyńska - Ukrainistin, Literaturwissenschaftlerin, Mitarbeiterin am Institut für Slawistik der polnischen Akademie der Wissenschaften (Warschau), Übersetzerin der ukrainischen und bielorussischen Literatur. Autor des Buches "Lwów. O odczytywaniu miasta na nowo" (2015). Unterrichtet Übersetzung und ukrainische Literaturgeschichte.

О "сюжетоспособности" современной прозы

 

Am Dienstag, dem 18.10.2016 um 10 Uhr c.t.

 

findet im Audimax, SL III

 

ein Vortrag von Frau

 

Prof. Dr. Tamara A. Nikonova

 

Inhaberin des Lehrstuhls für russische Literatur des 20./21. Jh.

 

Universität Voronež

 

zum Thema:

 

О "сюжетоспособности" современнойпрозы

 

statt.

 

  Gäste sind herzlich willkommen!