Ukrainicum (Krupp-Kolleg)

„Murderous Identities?“ - Greifswalder Ukrainicum - Greifswald Ukrainian Summer School (06. – 18. August 2018)


Information in English can be found here.

 

Das Greifswalder Ukrainicum ist eine 12-tägige internationale Sommerschule des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs Greifswald und der Universität Greifswald zur Wissenschaft, Kultur und Sprache der Ukraine und wird von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung, Essen, gefördert.

 

Mit Ukrainischkursen am Vormittag sowie Fachseminaren am Nachmittag bietet das Greifswalder Ukrainicum die Möglichkeit, von international renommierten Ukraineforschern das Land in seiner Vielfalt intensiv kennenzulernen. Filmvorführungen sowie öffentliche Abendvorträge ergänzen das Programm und bieten weitere Perspektiven auf das Land. 

Die Fachseminare in diesem Jahr gliedern sich wie folgt:

Laada Bilaniuk (Seattle): The politics of hybridity and purity in Ukrainian language and identity (Unterrichtssprache: Englisch) This seminar will examine the ways that Ukrainian language and identity are constructed as “pure” or “hybrid”. We consider the bases for determining hybridity and purity, purism in language standardization and nationbuilding, surzhyk (Ukrainian-Russian mixed language), post-Euromaidan “boyovyi surzhyk”, Anglicization, non-accommodation and receptive bilingualism, ethnolinguistic conversions, and language activism in wartime. In addition to academic analyses, we will draw on material from daily life, popular culture, and social media. 

Georgiy Kasianov (Kyiv): Return of the Native. History, Politics and Culture in Ukraine and the Post-Communist Space (Unterrichtssprache: Ukrainisch)The major theme of the course: instrumental use of the past for the sake of the present.  Politics of memory, cultural representations of the past, interaction between groups of interest, state and individuals in use and abuse of the past will be considered in the context of ‘nationalization of the past’. The Ukrainian case will be presented and analyzed in the light of geopolitical shifts occurred after the demise of the Communism in Eastern Europe and the collapse of the Soviet Union. 

Roman Dubasevych (Greifswald): Vom Kanon zu Kanonen (Unterrichtssprache: Deutsch) Roman Dubasevych wird die Koexistenz der Kulturen der Ukraine und ihre Spiegelung im Kanon in das Zentrum seines literatur- und kulturwissenschaftlichen Seminars stellen. Dabei orientiert er sich an der von Solomija Pavlyčko initiierten kritischen Befragung der Gewaltdiskurse in der ukrainischen Kultur, also nach dem Verhältnis von Kanon und Kanonen. Beachtet man die Versuche Oksana Zabuškos, Autoren wie Michail Bulgakov oder Barden wie Vladimir Vysockij als Vertreter der „russischen Welt“ zu personae non gratae der ukrainischen Kultur zu erklären, erscheint eine Neudefinition der Begriffe ukrainische Literatur und Kultur im Sinne der Inklusivität und Polyphonie von eminenter Bedeutung für eine friedliche Koexistenz der Sprachen und Kulturen des Landes. 

Für das Abendprogramm des Ukrainicums konnten wir u.a. die folgenden Referenten gewinnen: Margarita Balmaceda (Cambridge, MA, South Orange) Sofia Dyak (L’viv), Andreas Kappeler (Wien), Mirja Lecke (Bochum). 

Die Teilnahme am Ukrainicum auf eigene Kosten (eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben) steht allen Interessenten prinzipiell offen.

Anmelden können Sie sich hierfür voraussichtlich ab Anfang Juni über eine Online-Anmeldemaske www.wiko-greifswald.de/anmeldung. 

Für Studierende und Doktoranden aller Fachrichtungen schreibt das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald Reisestipendien zur Teilnahme am Greifswalder Ukrainicum aus. Weitere Informationen finden Sie hier.


Kontakt

Greifswalder Ukrainicum
Anna Lena Klatt M. A.
Wissenschaftliche Koordinatorin Schwerpunkt Mittel-/Osteuropa
Tagungsbüro des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs
Martin-Luther-Straße 14
17489 Greifswald
Tel.: +49 (0)3834 420 5026
annalena.klatt@wiko-greifswald.de